Romeo und die Nähseide
Während seine Besitzer eine Woche auf Urlaub waren, viel "Romeo", einem 3-jährigen
Tigerkater, nichts besseres ein, als ein langes Stück Nähseide zu verspeisen.
Er wurde uns von seinem Urlaubs-Betreuer in einem schon recht schlechten Zustand vorgestellt. Er zeigte unstillbares Erbrechen, selbst einen Schluck Wasser konnte er nicht behalten und war schon ziemlich ausgetrocknet.
Auf den angefertigten Röntgenbildern konnte man das Problem nicht mit Sicherheit erkennen, aber ein Verdacht auf einen fadenförmigen Fremdkörper bestand wegen der eigenartig "aufgefädelten" Form der Dünndarmschlingen.
Nach Infusion und Stabilisierung des Patienten, konnten wir aus dem Dünndarm auch tatsächlich den verschluckten Faden entfernen.
Das Problem bei dieser Art Fremdkörper ist, dass sich der Darm durch seine peristaltischen Bewegungen auf dem Faden auffädelt und im schlimmsten Fall sozusagen durchsäbelt.
Romeo ging es am nächsten Tag schon deutlich besser und konnte bereits nach Hause entlassen werden.
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