Die Hündin Bärli

Bärli wurde uns Mitte November des vergangenen Jahres erstmals vorgestellt. Sie war für ihre 11 Jahre in einem relativ guten Zustand, allerdings trank sie schon seit mehreren Wochen viel zu große Mengen Wasser und erbrach immer häufiger. Eine Blutuntersuchung ergab einen sehr hohen Blutzuckerwert von über 400 mg/dl.

Leider mussten wir aber auch einen leichten Vaginalausfluss feststellen, weshalb bei Bärli auch ein Ultraschall des Bauches vorgenommen wurde. Wie bei relativ vielen nicht kastrierten älteren Hündinnen litt Bärli zusätzlich zu ihrer Zuckerkrankheit auch noch an einer sogenannten Pyometra, das ist eine eitrige Entzündung der Gebärmutter, bei der sich dieses Organ mit großen Mengen Eiter füllt.

Also konnten wir Bärli auch eine zusätzliche Operation nicht ersparen, bei der sie kastriert wurde. Die sonst kleinfinger-dicken Gebärmutterhörner waren prall mit eitrigem Sekret gefüllt und beinahe 3 cm dick.

Nach der Operation erholte sich Bärli erstaunlich schnell, nur der Blutzucker stieg trotz der zweimal täglichen Verabreichung von Insulin durch Ihr Frauchen weiter an. Mittlerweile ist aber auch dieses Problem nach zweimaligem Wechsel des Insulin-Präparates im Griff und Bärli knurrt uns wieder mutig bei jeder Kontrolle an.